Tag 117-123 : Es lebe der Leuchttisch

Ohne den Leuchttisch wäre dieses Projekt vermutlich schon gescheitert. Mein Mini-Fotostudio im Gästezimmer gibt mir mit dem uralten Leuchttisch und mobilen Hintergrund-Reflektoren aus Styropor (zwei dicke Platten aus dem Baumarkt) genügend Möglichkeiten auch abends um 11 noch „schnell“ mein Bild mit Motiven aus dem Haushalt zu machen. („Geschwind“ würde der Schwabe sagen). Um so wichtiger, weil mich die Grippe übel erwischt hatte. Nur zwei Tage gingen ohne, das Wasserhahn-Ensemble war eine Notlösung, um nicht mit dem Leuchttisch zu arbeiten.

Die Fische der Nachbarskinder mussten nochmal dran glauben (s. Woche 15), dann der Tierschädel aus Woche 7, den ich unbedingt nochmal mit der neu entdeckten Foto-Stacking-Methode fotografieren wollte. Am Ende fannd ich beim Schädel aber ein Bild mit maximaler Unschärfe doch viel spannender, zumal in der schwarz/weiß-Bearbeitung. Bei der Flechte vom Garagendach war’s genauso. Bei der Feder hab ichs garnicht mehr probiert, sondern mich gleich auf einen Schärfe-Bereich konzentriert. Der Feder habe ich in der Nachbearbeitung auch noch ein bischen nachgeholfen.

Die Physalis (vom Kompost gemopst) war das Highlight. Es sind auch schöne Ausarbeitungen in schwar/weiß entstanden, aber ich darf ja nur ein Bild auswählen – durch das animierte Titelbild hab ich ja schon ein bisschen gemogelt.

Gelernt:

  • Durchgängige Schärfe ist schön, Unschärfe ist spannend.
  • Ein Makro auf dem Leuchttisch geht immer, Perspektive und Focuspunkt sind zu beachten, um Spannung reinzubringen.