Tag 166-172: Alltäglicher Unsinn oder täglicher Sinn?

Nach dem exzessiven Tag in Freudenstadt in der letzten Woche fällt es mir schwer, mich wieder den alltäglich verfügbaren Motiven zuzuwenden, die jetzt weit weniger spannend erscheinen und mit wenig Potenzial.

Die Arbeit am Tabletop bzw. mit dem Leuchttisch und das Fotografieren von Blumen erscheint mir plötzlich furchtbar langweilig. Auf der anderen Seite: gehört Langeweile nicht auch zum kreativen Prozess? Und wie wird Potenzial definiert? Ab wann sind denn Fotos kreativ? Welchen Anspruch habe ich inzwischen an meine Fotos?

Eigentlich steckt doch in allen Motiven irgendein Potenzial. Das Rausfinden ist dann die Kunst bzw. das Können. Und das soll ja das Lernziel meines Projektes sein. Also: weitermachen, weitersuchen. Und der Anspruch ist halbwegs ungewöhnlich zu sein (oder zu werden). Also: weitermachen.

Fazit: Es wird auch weiterhin Leuchttisch-Aufnahmen und Blumen-Makros geben. Solange sie noch zu gewöhnlich sind hab ich halt noch was zu lernen.

Das Weihnachts-Motiv (davon kann man nie genug auf Vorrat haben!) ist übrigens durch die Überblendung zweier Aufnahmen in Photoshop entstanden (durch Mischung über Ebenenstile).

Gelernt:

  • Lernen macht nicht immer Spass. Lernen ist mit Misserfolgen verbunden. Fortschritte erfordern Ausdauer (seufz)
  • Bei den Himbeeren habe ich gelernt: Auf die Schärfenverteilung achten. Bei gleichförmigen Motiven die Schärfe auf den vordersten Punkt setzen, wenn nicht etwas anderes ganz ausdrücklich interessant ist. Sonst wird’s nicht ungewöhnlich, sondern eher unklar – oder einfach nur unscharf