Tag 180-186: Halbzeit!

Ein ganzes halbes Jahr lang habe ich durchgehalten und jeden Tag ein Bild gemacht. Ohne Mogeln. Ich bin stolz. Ich habe jede Menge gelernt und festegestellt, dass es auch weiterhin noch  viel zu lernen gibt. Eine kurze Statistik: 2785 Bilder sind nach dem Aussortieren aus den ersten 183 Tagen noch übrig geblieben. Gemacht habe ich vermultich fast doppelt so viele.

Mit dem Bild der dynamischen Verkehrsschilder habe ich die Versuche aus der Woche 8 (vom 22.11.)  mit der kleinen Kamera wiederholt – geht auch und die Bilder finde ich immernoch spannend. Das Bild entstand übrigens auf der A8 zwischen dem Kreuz Leonberg und dem Stuttgarter Kreuz.

Wassertropfen – gefroren oder schon aufgetaut, wie auf dem Bild vom 29.3. – faszinieren mich weiterhin. Auch hier ist noch eine Menge zu lernen, was die Schärfe und Tiefenschärfe angeht. Ich kämpfe bei allen Makroaufnahmen mit der geringen Tiefenschärfe, die ich bisher nur mit Fokusstacking in den Griff bekomme.

Bei den Makros der Hyazintenblüte war meine Absicht, das Motiv möglichst Malerisch abzubilden, was durch das Gegenlicht ganz gut gelungen ist. Ich arbeite am liebsten mit Dauerlicht, weil ich damit das Licht – auch ohne Testfotos – so einstellen kann, wie ich es haben will und das Ausprobieren geht wesentlich schneller. Mal sehen, ob sich das mit wachsender Erfahrung noch ändert.

Am Samstag begann unser Urlaub in Italien, und ich freue mich über Motive jenseits von Leuchttisch und Makro-Fotografie.

Gelernt:

  • Viel, aber noch lang nicht genug
  • Durchhalten lohnt sich
  • Bilder Aussortieren ist ungeheuer anstrengend – aber ich bekomme Übung im Wegschmeißen
  • Spontane Bildideen (die vor dem aktiven Zuschalten des Kopfes entstehen, wenn man einfach mal draufhält) sind oft nicht die schlechtesten
  • Symmetrie ist nicht alles:
    Das Riesenrad vom 3.4. hab ich ohne groß nachzudenken aus der extremen Perspektive von unten fotografiert, weil ich es spannende fand. Dann habe ich angefangen zu denken und mir überlegt, dass aufgrund der geometrischen Formen und extremen Linien bestimmt ein symmetrischer Bildaufbau der bessere ist. Also zweites Bild gemacht, symmetrisch aufgebaut. Letztlich war das symmetrische aber sehr langweilig, gegenüber dem ersten Bild.