Tag 19-25: Wachsende Begeisterung

Ein neues Vorgehen bei der Motivsuche dient auch der Lernkurve: Missglückte Motive aus vergangenen Tagen nochmal besser machen. Das ist der Vorteil, wenn die Motive aus der unmittelbaren Umgebung stammen! (s. Tag 19, wäre noch weiter verbesserungswürdig – der Bildauschnitt ist nicht so geglückt, leider war der Kranz dann schon zu verwelkt, um das Foto noch ein drittes Mal zu machen).

Fotografische Higlights waren der Donaunebel, der mir auf dem Weg zum Zahnarzt ein paar schöne Motive präsentiert hat und die Quitten, die meine Nachbarin geschenkt bekam. Vor der Verarbeitung zu Quittengelee konnte ich die Früchte für zwei Tage entfürhen und fotografieren. Für mich gelungene Fotos aus zwei Gelegenheiten, die ich ohne mein 365-Tage-Projekt vermutlich nicht genutzt hätte. Erfolg!

Ein „schwerer“ Tag war trotzdem wieder dabei (der 21.) – wenig Zeit, keine Ausflüge und so garkeine Ideen. In einem Fotomagazin hatte ich über Spaßobjektive gelesen, die zwar nach herkömmlichen Regeln meist einfach nur „schlechte“ Bilder machen, damit aber auch einen speziellen Look erzeugen, was ich dann wieder spannend finde. Also hab ich mal versucht, das mit „Hausmitteln“ nachzustellen, und habe mir ein Einmachglas vors 50mm-Objektiv gehalten. Die Ergebnisse waren zwar ulkig, überwiegend aber einfach nur unscharf. Nix mit besonderem Look. An dem habe ich dann durch Experimente im Photoshop versucht. Aber Das Prinzip der „Spasslinsen“ will ich mir merken und später nochmal damit experimentieren.

Gelernt:

  • Für „selbergemachte“ Verzerrungslinsen eigenen sich Nah- und Makro-Aufnahmen am besten
  • Bedeutung und Wirklung des Licht-Einfallswinkels auf die Bildwirkung (bei den Quitten) – direktes Licht von vorne (z.B. durch einen direkt auf der Kamera montierten Blitz) gibt eine harte Oberfläche.
  • Komplexe Formen durch Seiten- und Gegenlicht zeigen