Tag 271-277: Nochmal: Sportfotografie beim Motocross

Offensichtlich habe ich in dieser Woche auch was anderes fotografiert, wieder neue Plastik-Perspektiven gefunden und ein bisschen Landschaft eingebaut. Die zwei Motocross-Tage waren aber definitiv das spannendste. Und dort habe ich auch am meisten gelernt.

Da ich beim letzten Mal (Woche 36) viele Bilder mit zu viel Bewegungsunschärfe hatte, bin ich dazu über gegangen, doch mit Zeit-Vorwahl zu arbeiten, was ich sonst eigentlich nie mache, da normalerweise die Tiefenschärfe das wichtigere Gestaltungselement ist. Hier ist aber die Bewegungsunschärfe wichtiger. Deshalb hat diese Wahl hier Vorteile. Über die optimale Belichtungszeit zwischen hatte ich ja schon geschrieben (zwichen 1/640 und 1/1000).
Die Belichtung mit Integral-Messung in Verbindung mit der manuellen Wahl des Fokuspunkts hat dieses Mal halbwegs gut funktioniert.

Gelernt:

  • Starts im Motocross mit kleiner Blende fotografieren, mehr Tiefenschärfe ist hier definitiv besser, als weniger
  • Kurven: Ein Standpunkt innen in der Kurve ist wesentlich interessanter. Hier lieber mit größerer Blende fotografieren, je unschärfer der Hintergrund, desto besser.
  • Sprünge: Ein tiefer Standpunkt ist besser, so dass Fahrer und Maschine vor dem Himmel stehen – äh: fliegen. Die Blende darf dann durchaus etwas kleiner sein, dann kommt ein nicht ganz präziser Fokus auch nicht so zum Tragen. Und der Himmel darf ja durchaus scharf sein. Auch Den Vordergrund dabei nicht vergessen.

Noch zu lernen:

Weniger Bilder machen, und schneller erkennen, welche es wert sind gemacht zu werden bzw. später dann aufgehoben zu werden. Meine Begeisterung hat mich sehr mitgerissen und ich habe ähnliche Situationen (z.B. die Sprünge) zig mal hinereinander fotografiert – in der Hoffnung auf ein (!) möglichst perfekes Bild . Ergebnis: Über 2000 Bilder an zwei Tagen, von denen am Ende nach stundenlangem Aussortieren noch knapp über 500 übrig geblieben sind. Mit noch mehr Konsequenz ließen sich die 500 bestimmt auch noch erheblich reduzieren. Aber ich bin halt auch Sammlerin und tue mich noch schwer mit dem Wegschmeißen.

Fürs nächste Mal habe ich mir vorgenommen:

  • Mehr auf spannende Situationen achten, wie z.B. den Zieleinlauf der drei erstplatzierten mit Fahne (vorher unbedingt ausprobieren, wo ein guter Standpunkt dafür ist!)
  • Öfter mal Menschen rund um die Rennen fotografieren, z.B. in der Waschstraße, bei der Vorbereitung oder im Fahrerlager. Ich bin immernoch zu kontaktscheu beim Menschen-Fotografieren.