Tag 33-39: Vom Mangel in den Überfluss

Der Montag war so vollgepackt, dass ich schon wieder aufs Katzenfotografieren zurückgreifen musste. Immerhin putzig. Der Herbst gibt noch ein paar schöne Farben her. Ein Ausflug nach Berlin am Ende der Woche hat dann Abwechslung und Motive im Überfluss gebracht. Da ich meine Begleiterin nicht ständig warten lassen wollte, stand das Fotografieren für meinen Geschmack viel ein bisschen zu stark im Hintergrund.

Dafür haben wir großartige Fotografie-Ausstellungen besucht: Newton, Horvat und Brodziak in der Helmut Newton Stiftung und Anton Corbijn im C/O Berlin. Bei mir Begeisterung pur, natürlich. Aus praktischen Gründen (weniger schleppen, kein Zwang zum Objetivwechsel, tolle Lichtstärke) habe ich mich entschieden, nur das 50mm einzusetzen. Hm – ein Versuch war’s wert, aber so einige Perspektiven sind damit einfach nicht gelungen, auf der anderen Seite war ich auch gezwungen, mir was anderes, als die Standard-Ansichten einfallen zu lassen. Also hab ich was gelernt. Also war es gut.

Das Neue Museum ist eine Foto-Location für Architektur-Interessierte, die man auf keinen Fall auslassen darf. Fast die Hälfte meiner Fotos am ersten Tag sind allein hier entstanden. Ansonsten fand ich die unaufhörlichen Baustellen optisch ebenfalls interssant. Mein Glück, denn Bilder von Stadt und Architektur ohne Baukräne oder Gerüste waren praktisch unmöglich. Eine Auswahl der Berlin-Bilder gibt es demnächst auch noch. Am Sonntag war mein Kopf noch so voll mit den Bildern der letzten drei Tage, dass es total vorbei war mit der Kreativität und die Bilder sehr durchschnittlich ausgefallen sind.

Gelernt:

  • Das 50mm-Objektiv ist für Architekturfotografie eher schwierig, in der Stadt aber trotzdem unverzichtbar
  • Aufregende Motive (und viel Kultur) sind anstrengend – da muss ich mir in Zukunft genügend Pausen einbauen
  • Ich brauche eher Zeit zum Fotografieren, muss mich auf die Dinge einlassen, drumrumgehen, um die für mich interesanten Perspektiven, Motive oder Ausschnitte zu finden. Schnellschüsse gelungen zu komponieren muss ich ganz sicher noch üben
  • Auf die vermeintlichen Nebensächlichkeiten am Bildrand achten