Tag 40-46: Im Zeichen der Zeiger

Nach den vielen Eindrücken in Berlin fand ich es ziemlich schwer, im alltäglichen Umfeld wieder spannende Motive zu finden,  teilweise auch wieder erst spät abends. Die Uhr und die Waage waren echte Notlösungen. Bei den Wecker-Bildern habe ich erst hinterher bei der Auswahl gemerkt, dass die Bilder bei normalem Licht doch viel langweiliger geworden sind, als ich im ersten Enthusiasmus dachte – sonst hätte ich keine zweite Runde mit dem Wecker gemacht.

Zum Glück waren noch ein paar Aufnahmen draußen möglich, die „Lichtmalerei“ ist aus einem Versehen entstanden, eigentlich wollte ich ein nächtliches Stadtpanorama fotografieren – ohne großen Erfolg (zu kleine Stadt, zu wenige Lichter und ich war zu weit oben bzw. hatte zu wenig Brennweite dabei). Bei einer Lanzeitbelichtung bin ich ans Stativ gestoßen – das Ergebnis waren Lichtstreifen. Durch weitere Experimente sind dann Bilder wie das vom 12.11. entstanden, die ich dann viel interessanter fand.

Gelernt:

  • Bei Makro-Aufnahmen auf saubere Objekte achten – der viele Staub auf dem Wecker sieht nicht gut aus und ist viel zu gleichmäßig verteilt, um ihn in der Nachbearbeitung retuschieren zu können
  • Bewegung erzeugt Spannung – Uhr und Waage wären ohne Zeigerbewegung völlig uninteressant
  • Es lohnt sich Hirn und Augen offen halten für andere Motive (oder Perspektiven), als die, die man eigentlich geplant hat