Tag 54-60: Alte Motivpläne und neue Kompaktkamera

Am Montag entsteht eine ganze Serie mit Granatapfel-Fotos. Ein Motiv, dass ich mit schon lange vor die Kamera gewünscht habe. Hier zeigt sich ein Erfolg meines Projekts: Ich mache tatsächlich Fotos, die ich schon lange machen wollte, aber nie in Angriff genommen habe. Jetzt „muss“ ich, weil ich will, und schon klappts mit der Umsetzung. Ich freue mich über den Effekt! Und gebe der Experimentierfreude Raum für den Rest der Woche (z.B. bei den Fließbildern von Jod in Wasser).

Inzwischen nervt es, immer die große Spiegelreflex mit mir rumzuschleppen, deswegen überlege ich, mir eine gute Kompaktkamera anzuschaffen. Zwei Wochen lang darf ich die Fuji X10 eines Freundes ausprobieren, die von Größe und vom Preis-Leistungsverhältnis her genau meinen Vorstellungen entspricht. Erst komme ich mit dem winzigen Ding nicht so zurecht, aber das legt sich schnell. Die Bildqualität des Winzlings ist auch im Makro-Bereich und bei schlechten Lichtverhältnissen erstaunlich und ich freunde mich sehr schnell mit der Handhabung an.

Ab jetzt ist auch beim kleinsten Gang zum Bäcker eine Kamera dabei. Mit der Kompakten und durch das Projekt ändert sich plötzlich auch meine Art zu fotografieren: Keine große Vorbereitung, kein großes Aufsehen weil man einen riesigen Apparat aus der Tasche zieht, einfach Kamera aus der Jackentasche gezogen und geknipst. Es umgibt einen kein vermeintlicher Profi-Nimbus, nur weil man mit einer professionellen Kamera, einem großen Objektiv und womöglich einem Stativ hantiert. Das ist hilfreich für mich, weil ich mich in der Öffentlichkeit beim Fotografieren immernoch leicht unsicher fühle.

Ein Dank geht an dieser Stelle an Nicole Lücking von photostroller.eu, der ich Inspiration und Motivation für mein Projekt und die Umsetzung des Blog verdanke und die mich davon überzeugt hat, dass eine Immerdabeikamera wichtig ist. Die Bilder vom 24., 27. und 28. sind mit der Fuji gemacht.

Gelernt:

  • Was man beim Fotografieren vernachlässigt rächt sich in der Nachbearbeitung: Unsaubere Ränder mit „Störern“, Streifen im Hintergrund, Flecken und Fusseln im Vordergrund…
  • Arbeitsfeld aufräumen! Fleckretusche nervt!
  • Das schlechteste Foto ist das, was man nicht gemacht hat (ist nicht von mir, ist aber eine Art Leitmotiv für mein Projekt)