Tag 47-53: Neu sehen in der Nachbearbeitung

Die Motivsuche sieht immernoch oft genug so aus, dass ich abends verzweifelt durchs Haus streife und nach ablichtbaren Gegenständen suche. Das mit dem Obst hat ja schon mal funktioniert (in Woche 2 und Woche 4), also müssen die Trauben ran. Die Bilder sind im Rohzustand fad. Ebenso die Lampe vom nächsten Tag und bei der Kaffeerösterei. Erst in der Nachbearbeitung habe ich entdeckt, dass ich meine ursprüngliche Bildabsicht (das was mein inneres Auge beim Fotografieren im Sinn hatte) mit den geeigneten Mitteln in Lightroom doch noch herausholen kann. Der Totalausfall ist diese Woche nicht schwer zu erkennen. Da war auch durch Nachbearbeitung nix mehr zu holen.

Gelernt:

  • Der „natürliche“ Bereich der Tiefenschärfe bei Makro-Aufnahmen aus nächster Nähe reicht mir nicht immer. Eine kleinere Blende hilft nicht viel. Die Lösung: Focus-Stacking. Ich habe 5-6 Aufnahmen mit unterschiedlichen Fokuspunkten gemacht, diese als Ebenen in Photoshop geöffnet und dann über Bearbeiten > Ebenen > automatisch überblenden daraus ein Bild errechnen lassen. Wichtig: Blende und Belichtungszeit manuell einstellen, damit die Belichtung einheitlich bleibt.
  • Die „richtigen“ Ausschnitte sehe ich oft erst in der Nachbearbeitung
  • Bei Makros: Auf einen sauberen Untergrund und Hintergrund achten. Staub manuell zu retuschieren nervt, kostet Zeit und tut der Bildqualität am Ende keinen Gefallen. Aber vor allem nervt es!